Wasserförderung über lange Wegstrecken

Am Pfingstsamstag wurde ein besonderer Übungsdienst angeboten. Außer der Reihe stand ein ganzer Tag zur Verfügung, um zu üben, wie die Wasserversorgung bei einem Waldbrand herzustellen ist. Fast 30 Feuerwehrmänner und Frauen aus Neu-Isenburg und Zeppelinheim setzten ihren Samstag ein, um bei der Übung mitzumachen.

Wasseraufnahme durch TLF am Standrohr im Wald

Wasseraufnahme durch TLF am Standrohr im Wald

Die Wasserversorgung an einer Brandstelle außerhalb der besiedelten Gebiete ist eine Herausforderung, da deutlich weniger Hydranten zur Wasserentnahme vorhanden sind. Da es mehrere Möglichkeiten gibt, das Wasser an die Einsatzstelle zu bringen, sollte die Übung auch dazu dienen, die verschiedenen Varianten in der Praxis durchzuprobieren.

Wasserversorgung mit Einspeisung der Brandstellenpumpe im Pendelverkehr

Wasserversorgung mit Einspeisung der Brandstellenpumpe im Pendelverkehr

Nach einer kurzen Einweisung in die Theorie ging es mit den Fahrzeugen in den Wald. Die Übung gliederte sich in drei Teile: 1. Wasserversorgung mit Pendelverkehr, 2. Wasserversorgung im Pendelverkehr mit Pufferbehälter, 3. Wasserversorgung über lange B-Leitung, verlegt mit dem Schlauchwagen SW2000, (inkl. Pufferbehälter).

Pufferung des Wasservorrates über Faltbehälter

Pufferung des Wasservorrates über Faltbehälter

Mit den Tanklöschfahrzeugen wurden die Pufferbehälter gefüllt. Dies geschah im Pendelverkehr: sobald ein Fahrzeug seinen Tank an der Einsatzstelle entleert hatte, fuhr es wieder zum Tankfüllen zur vorher eingerichteten Wasseraufnahmestelle beim Hydranten. Je mehr Fahrzeuge bei dieser Methode zum Einsatz kommen, desto weniger Verzögerungen gibt es bei der Wasserversorgung durch die Pumpe an der Brandstelle.

Verlegung einer B-Leitung per SW2000

Verlegung einer B-Leitung per SW2000

Ungefähr alle 100 Meter wurde ein B-Rollschlauch als Ersatz an die Strecke gelegt. Dieser sollte verwendet werden, um bei einem defekten Schlauch sehr schnell Ersatz vor Ort zu haben. Im Laufe der Übung wurde tatsächlich auf einige dieser Ersatzschläuche zurückgegriffen. In die Leitung wurden zudem Verstärkerpumpen geschaltet, um die Verluste durch Reibung in der Leitung auszugleichen und damit den Ausgangsdruck des Wassers sicherzustellen.

Wasserabgabe an der simulierten Brandstelle

Wasserabgabe an der simulierten Brandstelle

Das Wasser wurde aus bis zu drei Rohren abgegeben. Ein Rohr wurde dabei als weitgehend selbsttätig arbeitender Monitor ausgelegt (Mitte), um weniger Mannschaft beim Einsatz zu benötigen. Es wurden bis zu 1000 Liter Wasser pro Minute abgegeben, was die Wasserversorgung insbesondere bei Nutzung der ca. 1,5 km langen B-Leitung an ihre Grenzen brachte. Es stellte sich heraus, dass eine Abgabe von 800 Litern eher stabil sichergestellt werden kann.

 

Waldbrand

Im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe unterstützte die Feuerwehr Neu-Isenburg Zeppelinheim am 9.6.2012 die Kollegen aus Langen und weitere Kollegen aus umliegenden Feuerwehren. Es brannte ein großer Holzstapel im Wald westlich von Langen. Die Zeppelinheimer halfen mit mit dem HLF und dem TLF bei der Versorgung der Einsatzstelle mit Löschwasser im Pendelverkehr. Insgesamt leerte jedes der beiden Fahrzeuge 3 mal seinen Wassertank, so dass insgesamt 14.400 Liter Löschwasser zur Verfügung gestellt werden konnten.

Löscharbeiten im Wald bei Langen

Löscharbeiten im Wald bei Langen

Waldbrand in Zeppelinheim

Am 26.3.2012 rückte die Feuerwehr Zeppelinheim unter dem Einsatzstichwort «Brennt Wald» aus. Es brannte an mehreren Stellen im Wald, zwischen dem Kindergarten und dem Holzspielplatz. Das Feuer wurde mit TLF und dem HLF aus Zeppelinheim gelöscht. Die Kollegen aus Neu-Isenburg unterstützten mit zwei Tanklöschfahrzeugen und dem Einsatzleitwagen. Der Einsatz konnte nach ungefähr einer Stunde beendet werden. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu schaden. Das besondere an dem Einsatz war, dass der brenennde Wald sich mitten in der Gemeinde befand. Hierdurch entstanden Rauchwolken, die dann durch den Ort zogen.

Waldbrand

Am Samstag den 17.3.2012 brannte ca. 15.000 qm Wald bei Langen nähe Sehring Kiesgrube. Die Feuerwehr Zeppelinheim unterstützte die Kollegen aus Langen beim Löschen des Brandes. Die Brandbekämpfung dauerte inklusive Nachlöscharbeiten über zwei Stunden.

Waldbrand am 17.3.2012

Feuerwehr Zeppelinheim beim Löschen eines Waldbrandes