Schlauchpaket

Das Schlauchpaket ist eine alternative Möglichkeit den C-Schlauch zum Einsatzort zu transportieren. Teilweise wird das Schlauchpaket auch im Zusammenhang mit dem Begriff Schlauch-Management genannt. Um ein Schlauchpaket zu erhalten, wird der Schlauch in ordentlichen Buchten gelegt und das Paket zum Beispiel mit Klett-Bändern befestigt, damit es sich nicht beim Transport oder der Lagerung von allein entfaltet. Der auf diese Weise gebündelte Schlauch kann so einfacher vom Angriffstrupp an der Einsatzstelle vorgenommen werden.

Fertiges Schlauchpaket

Einsatzbereites Schlauchpaket mit Klettbändern und angeschlossenen Strahlrohr

Wird Wasserdruck in den gebündelten Schlauch gegeben, so entfaltet er sich von allein. Eventuell muss vor der Nutzung die Befestigung (z.B. Klettbänder) gelöst werden. Das Strahlrohr ist bereits an das Schlauchpaket angekuppelt.

Schlauchpaket wird befüllt

Beim Füllen mit Wasser entfaltet sich das Schlauchpaket ohne zu Verknoten

Das Schlauchpaket soll das Arbeiten im Innenangriff erleichtern. Dies gilt besonders für den unter Atemschutz vorgehenden Trupp. Das Paket kann leicht über der Schulter getragen werden. Dabei können die Hände frei bleiben für Anderes.

Das Vornehmen des Schlauches speziell beim Innenangriff wird erleichert, weil auch der gefüllte Schlauch ohne große Probleme nachgezogen werden kann. Das eventuell nötige Schlauch-Management am Einsatzort wird einfacher und schneller.

Wenn Bedarf zum Legen des Pakets vor Ort sein sollte, so kann dafür der Schlauchtragekorb als Hilfe verwendet werden.

Schlauchpaket - Legehilfe mit Schlauchtragekorb

Erleichterung des Legens mit dem Schlauchtragekorb

 

 

Wasserförderung über lange Wegstrecken

Am Pfingstsamstag wurde ein besonderer Übungsdienst angeboten. Außer der Reihe stand ein ganzer Tag zur Verfügung, um zu üben, wie die Wasserversorgung bei einem Waldbrand herzustellen ist. Fast 30 Feuerwehrmänner und Frauen aus Neu-Isenburg und Zeppelinheim setzten ihren Samstag ein, um bei der Übung mitzumachen.

Wasseraufnahme durch TLF am Standrohr im Wald

Wasseraufnahme durch TLF am Standrohr im Wald

Die Wasserversorgung an einer Brandstelle außerhalb der besiedelten Gebiete ist eine Herausforderung, da deutlich weniger Hydranten zur Wasserentnahme vorhanden sind. Da es mehrere Möglichkeiten gibt, das Wasser an die Einsatzstelle zu bringen, sollte die Übung auch dazu dienen, die verschiedenen Varianten in der Praxis durchzuprobieren.

Wasserversorgung mit Einspeisung der Brandstellenpumpe im Pendelverkehr

Wasserversorgung mit Einspeisung der Brandstellenpumpe im Pendelverkehr

Nach einer kurzen Einweisung in die Theorie ging es mit den Fahrzeugen in den Wald. Die Übung gliederte sich in drei Teile: 1. Wasserversorgung mit Pendelverkehr, 2. Wasserversorgung im Pendelverkehr mit Pufferbehälter, 3. Wasserversorgung über lange B-Leitung, verlegt mit dem Schlauchwagen SW2000, (inkl. Pufferbehälter).

Pufferung des Wasservorrates über Faltbehälter

Pufferung des Wasservorrates über Faltbehälter

Mit den Tanklöschfahrzeugen wurden die Pufferbehälter gefüllt. Dies geschah im Pendelverkehr: sobald ein Fahrzeug seinen Tank an der Einsatzstelle entleert hatte, fuhr es wieder zum Tankfüllen zur vorher eingerichteten Wasseraufnahmestelle beim Hydranten. Je mehr Fahrzeuge bei dieser Methode zum Einsatz kommen, desto weniger Verzögerungen gibt es bei der Wasserversorgung durch die Pumpe an der Brandstelle.

Verlegung einer B-Leitung per SW2000

Verlegung einer B-Leitung per SW2000

Ungefähr alle 100 Meter wurde ein B-Rollschlauch als Ersatz an die Strecke gelegt. Dieser sollte verwendet werden, um bei einem defekten Schlauch sehr schnell Ersatz vor Ort zu haben. Im Laufe der Übung wurde tatsächlich auf einige dieser Ersatzschläuche zurückgegriffen. In die Leitung wurden zudem Verstärkerpumpen geschaltet, um die Verluste durch Reibung in der Leitung auszugleichen und damit den Ausgangsdruck des Wassers sicherzustellen.

Wasserabgabe an der simulierten Brandstelle

Wasserabgabe an der simulierten Brandstelle

Das Wasser wurde aus bis zu drei Rohren abgegeben. Ein Rohr wurde dabei als weitgehend selbsttätig arbeitender Monitor ausgelegt (Mitte), um weniger Mannschaft beim Einsatz zu benötigen. Es wurden bis zu 1000 Liter Wasser pro Minute abgegeben, was die Wasserversorgung insbesondere bei Nutzung der ca. 1,5 km langen B-Leitung an ihre Grenzen brachte. Es stellte sich heraus, dass eine Abgabe von 800 Litern eher stabil sichergestellt werden kann.

 

Großbrand Lagerhalle Neu-Isenburg

Am Abend des 21. Oktober 2014 brannte im Gewerbegebiet von Neu-Isenburg eine Lagerhalle, in der Lacke und Farben aufbewahrt wurden. Auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Zeppelinheim halfen bei der Brandbekämpfung des Großbrandes. So wurden u.a. die hinteren Nachbarhallen mit Wasser gekühlt, um zu verhindern, dass Flammen und Glut aus dem Hauptfeuer auf diese Gebäude übergreifen. Zudem wurde eine Sicherung von einem Reifenlager, einer Werkstatt mit Gasflaschen und einer Kleintankstelle vorgenommen. Hierfür wurde eine weitere Schaumleitung aufgebaut, um für den Fall einer Vergrößerung des Brandes Vorsorge zu treffen. Zum Glück konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes hier verhindert werden.

Großbrand Lagerhalle in Neu-Isenburg am 21.10.2014

Großbrand Lagerhalle in Neu-Isenburg am 21.10.2014

Das TLF 3000 benutzte anfangs zur Brandbekämpfung zunächst den Dachmonitor. Danach speiste das Tanklöschfahrzeug die Drehleiter N.-I. mit Wasser und später mit Schaummittel. Dies erfolgte für die Dauer des gesamten Einsatzes.

 

Einen ausführlichen Bericht gibt es bei den Kollegen aus Neu-Isenburg unter der Adresse: http://bit.ly/1wtiMAr. Weiterhin finden Sie zahlreiche Berichte über diesen Brand in der örtlichen Presse und auch bei hr-online.de.

Tag der offenen Tür in Neu-Isenburg

Wenn auch die Feuerwehr Zeppelinheim in diesem Jahr keinen eigenen Tag der offenen Tür ausrichtete, so unterstützte sie doch die Kollegen aus Neu-Isenburg bei dem dortigen großen Tag der offenen Tür. Es waren neben der Feuerwehr auch das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk vertreten: insgesamt also ein großer Tag der Neu-Isenburger Hilfsorganisationen. Hier einige Bilder von dem Ereignis:

Ein ausführlicher Bericht zum Tag der offenen Tür in Neu-Isenburg kann hier gelesen werden: http://bit.ly/1qMEFIN

Übrigens: für das Jahr 2015 ist ein Tag der offenen Tür der Feuerwehr Zeppelinheim bereits wieder eingeplant…

Neue Fahrzeuge

Der neue MTW und der neue GW-L3 haben nun auch ihren Platz auf der Homepage gefunden. Der MTW ersetzt das alte MTF und führt das bisherige Fahrzeugkonzept zum Transport von Mannschaft und Gerät fort.

MannschaftstransportwagenMTW 3

Mannschaftstransportwagen MTW 3

Bei dem neuen GW-L wird gegenüber dem bisherigen RW 2 ein neues Konzept verfolgt: Die Ladung wird nicht mehr starr auf dem Fahrzeug verlastet, sondern in flexiblen Geräteboxen gelagert. Diese Boxen statten den GW-L mit einer Standard-Beladung aus, welche für die allermeisten Einsätze, bei denen ein Gerätewagen benötigt wird, ausreicht. Für besondere Fälle kann aber auch Sonderausstattung an Bord genommen werden.

Gerätewagen L3

Gerätewagen L3

Der GW-L wird dann im Laufe des Jahres den alten RW 2 ersetzen und damit den Fuhrpark deutlich verjüngen.

Retten, Löschen, Bergen, Schützen

Retten, Löschen, Bergen, Schützen: Das sind zusammengefasst die bekannten Aufgaben der Feuerwehr. Aber was bedeuten diese Punkte? Hier in Kurzform:

Retten

Von der Rettung bei Bränden, Unwettern, Verkehrsunfällen, bis hin zur Rettung von eingebrochenen Personen in vereisten Gewässern: die wichtigste Aufgabe der Feuerwehr ist die Rettung von Menschen und Tieren aus Zwangslagen.

Löschen

Brände zu Löschen ist die ureigenste Aufgabe der Feuerwehr. Egal ob ein Mülleimer oder eine Industrieanlage brennt, egal ob mit Wasser oder mit Schaum gelöscht wird: die Feuerwehr kommt und bekämpft die Brände und beseitigt die damit verbundenen Gefahren.

Bergen

Eine weitere vielschichtige Aufgabe der Feuerwehr ist das Bergen von Sachwerten. Hierzu kann z.B. die Ladung verunfallter Fahrzeuge gehören, die Beseitigung von verschütteten Güter, aber auch die Abwehr von Gefahren durch umgestürzte Bäume.

Schützen

Die Feuerwehr ist nicht nur aktiv bei abwehrenden Maßnahmen, wie z.B. Überschwemmungen, sondern auch in vorbeugenden Maßnahmen eingebunden und versucht damit von vornherein Gefahren zu verhindern. So werden z.B. Kinder über die Gefahren des Feuers aufgeklärt oder es werden regelmäßig Brandsicherheitswachen bei großen Veranstaltungen und Konzerten gestellt.

Ehrung

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass erneut verdiente Feuerwehrleute für langjährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Zeppelinheim ausgezeichnet werden konnten. Diesmal wurden die Kameraden Hans-Jürgen Poths und Manfred Heinzl für vierzig Jahre aktive Mitgliedschaft, bzw. 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Ein ausführlicher Bericht zur Ehrung am 7.11.2012 findet sich bei den Kollegen aus Neu-Isenburg unter diesem Link. Dort sind auch Details zu den anderen geehrten Feuerwehrleuten und weitere Informationen nachzulesen.

Ehrung verdienter Feuerwehrleute im November 2012

Ehrung verdienter Feuerwehrleute im November 2012