Über uns
Details und Hintergründe der freiwilligen Feuerwehr
Rechtliche Grundlagen
Das Hessische Brand- und Katastrophenschutzgesetz des Landes Hessen schreibt den Städten und Gemeinden vor, öffentliche Feuerwehren für den örtlichen Brandschutz zu bilden.
Erst ab 100.000 Einwohnern ist es Pflicht, eine Berufsfeuerwehr aufzustellen. In Städten mit weniger Einwohnern, also auch in Neu-Isenburg Zeppelinheim, wird der Brandschutz von Freiwilligen Feuerwehren gewährleistet.
Als kommunale Einrichtungen werden die Feuerwehren von den Städten unterhalten. Diese müssen für die Unterkunft (Feuerwachen), die Anschaffung und Unterhaltung der technischen Geräte, sowie Dienstkleidung und Ausbildung der Feuerwehren aufkommen.

Einsatz der Feuerwehr
Neu-Isenburg und Zeppelinheim
In Neu-Isenburg mit seinen ca. 36.500 Einwohnern bestehen zwei Freiwillige Feuerwehren, die durch hauptberufliches Personal unterstützt werden. Die Gesamtleitung der beiden Feuerwehren obliegt dem Stadtbrandinspektor. Dieser wird dabei von den beiden Wehrführern unterstützt, die unter anderem für die innere Organisation und die Ausbildung in der jeweiligen Stadtteilfeuerwehr zuständig sind.
Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr
Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr leisten ihren Dienst grundsätzlich ehrenamtlich, d.h. ohne eine Entschädigung dafür zu erhalten. Im Gegensatz zu anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten bedeutet dies, dass die Feuerwehrangehörigen grundsätzlich keine Entschädigungen, wie Aufwandsentschädigung, Fahrtkostenersatz oder Entgelte für die Teilnahme an Ausbildungen oder Einsätzen erhalten. Lediglich die gewählten Führungskräfte, die zu Ehrenbeamten bestellt sind, erhalten eine geringe monatliche Aufwandsentschädigung.
Tag und Nacht einsatzbereit
Ehrenamt in der Feuerwehr bedeutet Tag und Nacht, auch am Wochenende oder an Feiertagen, bereit zu sein, Menschen und Tieren zu helfen, die in Not geraten sind und Sachwerte zu schützen. Dies kann eine hohe Belastung für die Feuerwehrangehörigen selbst und ihre Familie darstellen. Hinzu kommt die Teilnahme an Lehrgängen, funktionsbezogenen Ausbildungen, Besprechungen, sowie an Bereitschaftsdiensten.
Auch dürfen die physischen und psychische Belastungen im Einsatzdienst nicht vernachlässigt werden. Die Erlebnisse aus Unglücken, wie z.B. Verkehrsunfällen, sind zu verarbeiten. Die körperliche Anstrengung z.B. während des Atemschutzeinsatzes entspricht körperlicher Schwerstarbeit, verschärft noch durch die einsatzbedingten Gefahren.
Geschichte der Feuerwehr Zeppelinheim
Die Anfänge
Auch wenn die Freiwillige Feuerwehr Neu-Isenburg Zeppelinheim im Kreis Offenbach zu den jüngsten Feuerwehren zählt, so kann sie schon auf eine lebendige Vergangenheit zurückblicken. Nachdem im Jahre 1935 die Luftschiffersiedlung Zeppelinheim gegründet worden war, sah man sehr bald auch die Notwendigkeit einer eigenen Freiwilligen Feuerwehr. Noch während der Amtszeit des ersten Bürgermeisters der Gemeinde, Luftschiff-Kapitän Hans von Schiller, wurde 1937 die Freiwillige Feuerwehr Zeppelinheim ins Leben gerufen. Nach der Gründung entwickelte sich die Wehr, auch bedingt durch das Engagement der Mitglieder erfreulich schnell. Vom Landesfeuerwehrverband erhielt sie eine wassergekühlte DKW-Zweitakt-Motorspritze, als Fahrzeug diente ein LKW. Ferner standen folgende Geräte zu Verfügung: zwei Standrohre, zwei Hydrantenschlüssel, zwei Strahlrohre, zwei Absperrventile, ein paar Meter Schlauch, ein Schlauchtrockenapparat, einige Spaten, sowie ein paar Beile, Leinen und improvisierte Kleinigkeiten.
Als Gerätehaus in der Nachkriegszeit diente ein Schuppen im Hundertmorgenweg. Die Ausrüstung wurde nach und nach ergänzt, u.a. durch eine Motorspritze, ein Magirus-Anhänger, ein LF 32 und einen VW-Bus.
Erste Neuerungen
Unzureichende Möglichkeiten der Gerätewartung und Unterbringung, sowie in Bezug auf die Ausbildung der Mannschaft erwies sich das Gerätehaus nach 1966 bald als zu klein und schon bald wurde der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses eingeleitet. Der Ausbau der Autobahn sowie der B44 und der zunehmende Straßenverkehr hatte die Zahl der Verkehrsunfälle stark ansteigen lassen, so dass u.a. ein neuer Rettungswagen notwendig wurde. 1970 wurde dann die Jugendfeuerwehr gegründet, die schnell auf eine beachtliche Mitgliederstärke und einen hervorragenden Ausbildungsstand blicken konnte. Zahlreiche Nachwuchskräfte konnten so für die Einsatzabteilung gewonnen werden. Im Jahre 1974 konnte die lang erwartete Einweihung des neuen Feuerwehrhauses stattfinden. Gleichzeitig übergab die Gemeinde ein neues TLF. Ein Jahr später wurde der Wehr auch eine Drehleiter überlassen, mit der sie für die mittlerweile entstandenen Hochhäuser gut gerüstet war. Die siebziger Jahre waren geprägt durch die Eingemeindung Zeppelinheims als Ortsteil von Neu-Isenburg. Die Veränderungen und Neuerungen gingen weiter. So wurde z.B. der Krankenwagen abgegeben; statt dessen konnte die Zeppelinheimer Wehr Fahrzeuge von den Kollegen aus Neu-Isenburg übernehmen und damit den in die Jahre gekommenen Fuhrpark auffrischen.
Veränderungen und Fortschritt
In den 80er und 90er Jahren kamen zu den klassischen Brandeinsätzen mehr und mehr Unwettereinsätze durch Überschwemmungen hinzu. Die Zahl der Verkehrsunfälle ging zwar nicht deutlich zurück, doch waren die Folgen für die Insassen oft weniger schwer, als dies noch in den 60er und 70er Jahren der Fall war. Die Verbesserungen bei der Fahrzeugtechnik zeigte ihre Früchte.
Eine weite Veränderung war, dass in den neunziger Jahren die Zeppelinheimer Wehr die ersten Frauen aufnehmen konnte. Noch immer besteht Interesse für die Feuerwehr nicht nur bei den Männern.
Heutige Zeit
Heute verfügt Zeppelinheim über ein Tanklöschfahrzeug, ein Löschfahrzeug, einen Rüstwagen, einen Schlauchwagen und ein Mannschaftstransportfahrzeug. Damit ist die Feuerwehr neben den klassischen Einsätzen auch für die Waldbrandbekämpfung und für Verkehrsunfälle technisch gut gerüstet.
In den letzten Jahren konnte durch gemeinsame Ausbildung und Einsätze die Zusammenarbeit mit den Isenburger Kollegen ausgebaut werden, wovon bis heute beide Wehren profitieren. Ende 2011 wurde die Kinderfeuerwehr neu eingerichtet. Im Jahr 2012 wird das 75-jährige Bestehen der Feuerwehr Zeppelinheim gefeiert.




Nur eine Frage: Was ist die Kinderfeuerwehr ?
Vielen Dank für das Interesse. Es handelt sich bei der Kinderfeuerwehr um Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren. Sie nennen sich die Löschdrachen und Treffen sich alle 14 Tage.